Der Arbeitsrechtspodcast
00:00:08: Das ist der Podcast von Arbeit und Arbeitsrecht.
00:00:37: Herzlich willkommen, lieber Dr.
00:00:38: Lelei.
00:00:39: zu einer neuen Folge.
00:00:40: Kurzgefragt.
00:00:41: heute sprechen wir wieder einmal über das Recruiting diesmal aber mit und in den eigenen Rhein.
00:00:46: der Arbeitsmarkt hat sich aus Arbeitgebersicht vermeintlich beruhigt Und es gibt wieder mehr Bewerber.
00:00:51: nichtsdestotrotz bleibt die Neubesetzung von offenen Stellen eine Herausforderung.
00:00:55: Der Fachkräftemangel besteht also weiterhin.
00:00:57: Unternehmen haben die Möglichkeit In den eigenen Reihen zu rekrutieren Aber eben auch die Chance eigene Mitarbeiter bei der Suche nach neuen Kollegen für Sich einzuspannen.
00:01:05: Über die rechtlichen Risiken Nebenwirkungen sprechen wir in dieser Folge.
00:01:09: Lieber Dr.
00:01:09: Lele, wie ist die Lage am Arbeitsmarkt?
00:01:11: Haben wir da verlässliche Zahlen und was bedeutet das Ganze für Arbeitgeber?
00:01:16: Ich denke, verlässlige Zahlen haben wir auf jeden Fall.
00:01:18: Ob die dann immer jedem gefallen ist ja die andere Frage.
00:01:22: Und gerade mit Blick auf den Arbeitsmarkt gibt es ja diese Eigenartigkeit, um das mal Zurückhalten zu formulieren.
00:01:28: Also diese Widersprüchlichkeit auf den ersten Blick.
00:01:32: Zuerst richtig wie sie ansprechen der Krabbeln der Fachkräftemangel ist immer noch da.
00:01:37: Der ist zwar etwas vielleicht abgekühlt aber auf keinen Fall weg.
00:01:42: Da wird immer noch davon gesprochen dass das in mehreren hunderttausend unbesetzten Stellen für qualifizierte Fachkräfte sich bewegen soll.
00:01:50: Und auf der anderen Seite, und das ist ja manchmal auch schwer verständlich habe ich offen gesprochen.
00:01:55: Auch so meine Schwierigkeiten mit arbeitslosen Zahlen die in die Millionen gehen.
00:02:00: Das heißt also hier müssen Arbeitgeber sich mit beschäftigen.
00:02:04: Ich denke für viele Unternehmen ist eben der Fachkräftemangel Also der Mangel an qualifizierten Arbeitskräften nach wie vor das drängendste Problem.
00:02:12: An dieser Stelle bin ich ganz froh darüber über diese Antwort.
00:02:16: Mit dieser Antwort haben sie die Folge gar nicht kaputt gemacht.
00:02:18: Denn hätten Sie jetzt gesagt, neuen Fachkräftenwagen ist gar kein Problem gibt es gar nicht?
00:02:21: Dann wäre das Ganze ja schon erledigt!
00:02:23: Kommen wir vielleicht zunächst einmal zum Klassiker Das Mitarbeiter-Empfehlungsprogramm.
00:02:27: Was ist das?
00:02:28: Ja, das ist da eine Sache, die an sich ganz naheliegend ja ist und ich glaube, die gibt es auch schon ganz lange.
00:02:35: Vielleicht gibt's hier schon so langes Unternehmen gibt Aber jetzt tritt sie vielleicht noch mal hervor Und bekommt doch einen Namen Ein griffigen Namen Prinzip Mitarbeiterwerben, Mitarbeiter.
00:02:47: Und das ist dann in unterschiedlichsten Ausprägungen.
00:02:51: aber letztendlich geht es ja immer darum dass Unternehmen die eigenen schon Mitarbeiter die schon an Bord sind nutzen oder die motivieren eigene Netzwerke berufliche private Netzwerken zu nutzend und zwar immer mit dem Ziel offene Stellen im Unternehmen zu besetzen oder zumindest Empfehlungen zu bekommen über für Kandidaten, Kandidatinnen die für diese offene Stellen in Frage kommen.
00:03:19: Ja und wenn so etwas solange schon existiert dann gibt es sicher viele Vorteile aber bestimmt auch Nachteile.
00:03:26: vielleicht können Sie die wesentlichen Vornachteile eines solchen Empfehlungsprogramms einmal kurz erläutern?
00:03:31: Ja gerne!
00:03:32: Die Vor-Nachteile die gibt es ja bei fast allen Dingen im Leben.
00:03:36: ich denke die Nachteilen kommen jetzt vielen Unternehmen, vielen Personalverantwortlichen noch mehr Weil die ganze Sache sich ja weiterentwickelt, vielleicht auch sich professionalisiert.
00:03:48: Gehen wir erstmal mit den Vorteilen vorweg.
00:03:51: Einmal sind das natürlich die Qualität der Bewerbermitarbeiter, die empfehlen in der Regel Leute von denen sie überzeugt sind dass die auch ins Team passen um das man so ein bisschen generell zu sagen ist also fachlich und menschlich in Ordnung sind.
00:04:05: Das heißt also da hat man eine gewisse Schwelle schon überschritten, das kann auch kostengünstiger sein.
00:04:12: Da werden wir gleich noch darauf kommen ob es wirklich so ist.
00:04:14: aber es kann auch kosten günstiger sein und kann auch schneller gehen als professionelle externe Hilfe also zum Beispiel Personalberater in Anspruch zu nehmen.
00:04:22: der Nachteil wird häufig darin gesehen dass man letztendlich die eigene Belegschaft in einer gewissen Weise klont oder repliziert.
00:04:33: unmöglich oder doch schwieriger Leute reinzubekommen, die auch mal andere Ansichten haben.
00:04:39: Stichwort Diversität das ist ja etwas was in vielen Unternehmen groß geschrieben sind und dann gibt es eben auch noch eine gerechtliche Fallstrecke und auf die werden wir auch noch
00:04:51: kommen.".
00:04:51: Ja ganz genau!
00:04:52: Das Ganze geht wahrscheinlich schon los mit der Ausgestaltung.
00:04:56: Welche Fragen stellen sich in diesem Rahmen?
00:04:57: Also vielleicht als Stichworte den Adressatenkreis
00:05:02: richtig.
00:05:03: Ich fange vielleicht mal mit dem zweiten an, die Auszahlung von Prämien.
00:05:06: das ist ja schon der erste Schritt in die Professionalisierung des einfachsten Systemes ist ja einfach das wenn man dann einfach mal so in der Teamrunde oder so in den Kaffeküche die Leute anspricht und sagt immer wenn du mal einen kennst oder eine kennst dann lass dich doch mal hier sich bewerben es also ganz informell.
00:05:23: aber in dem Augenblick wo ich sage ich möchte auch prämien ausloben dann stellen sich eben die Fragen, wann wird das gezahlt?
00:05:36: Ist es in einem Fallig ist es möglicherweise gestückelt zum Beispiel wenn der neu angeworben oder die neu angeworben über bestimmte Zeit im Unternehmen bleibt.
00:05:48: Das sind also alles Themen, die sich sofort stellen aber auch so etwas wie steuerrechtliche Fragestellungen, Geldprämien können ja Steuer- und sozialversicherungspflichtiges Arbeitsentgelt sein.
00:06:00: Also da stellen sich viele Dinge dann auf einmal wenn man diesen Schritt in die Professionalisierung geht.
00:06:05: Ja und eine weitere Möglichkeit stellen sogenannte Botschafterprogramme dar.
00:06:09: was verbirgt sich hinter diesem Begriff?
00:06:11: Da würde ich gerne sagen das ist ein Verwandt es zu den Mitarbeiterwerbeprogrammen oder den Programmen Mitarbeiter werden Mitarbeiter.
00:06:21: Botschaterprogramme sind auch öffig.
00:06:24: Das kann er sich überlappen natürlich, selbstverständlich.
00:06:26: Diese Botschafterprogramme haben auch ganz häufig den Anspruch auch Werbung zu machen im Sinne von Recruiting.
00:06:34: aber häufig ist es auch so dass die Botschaft Programme weiter gezogen sind.
00:06:40: da geht's also nicht mehr um das reine Empfehlen, das reinen Anwerben, das Recruitting sondern das kann auch über die Repräsentation des Unternehmens ganz in die Breite gehen auf Messen, auf Universitätsveranstaltungen und sozialem Medien.
00:06:56: LinkedIn klingt in Xincom da sofort in den Sinn aber es ist doch eher ein breiterer Ansatz der so etwas sagt wie die authentischen Einblicke in den Arbeitsalltag usw.
00:07:07: Das entwickelt sich dann auch schon in die Richtung der Marke des Employabrandings.
00:07:12: Ja was müssen solche Mitarbeiter eigentlich mitbringen?
00:07:14: Und wie könnte das tätig werden für den Arbeitgeber aussehen?
00:07:17: denn ich Bin mir sicher, da ist nicht jeder geeignet.
00:07:20: Absolut!
00:07:21: Nicht jeder ist geeignete.
00:07:22: Das müssen Leute sein die ganz Impositiven meine ich das jetzt eine gewisse... Extrovertiertheit haben.
00:07:29: Die müssen daran auch Spaß haben, das muss authentisch sein!
00:07:33: Das sind also die geborenen Werbepartner um das mal so etwas untechnisch zu sagen denn niemand nimmt ja zum Beispiel frustrierten Kolleginnen und Kollegen ab dass sie für ein gutes Unternehmen arbeiten nicht?
00:07:47: Also es ist schon eine wichtige Wahl die man da trifft.
00:07:52: Das müssen eben Leute sein denen es Spaß macht über ihre Arbeit zu schreiben oder zu sprechen, auch in den sozialen Medien aktiv zu sein und das ist ja an sich selbstverständlich eine positive Botschaft
00:08:06: zu verbreiten.
00:08:07: Ja dann gehen wir vielleicht nochmal einen Schritt weiter und entfernen uns noch mehr von den Mitarbeiterprogrammen Empfehlungsprogrammen denn wiederum ein Unterform der Unterform so könnte man es formulieren sind die sogenannten Corporate Influencer.
00:08:19: hier liegt der Fokus nicht zwingend auf dem Recruiting.
00:08:22: was tun solche Mitarbeiter für das Unternehmen?
00:08:24: Das
00:08:24: ist etwas, was auch neu ist.
00:08:27: Nicht ganz super neu aber doch neuer ist.
00:08:30: Das sind aus meiner Sicht immer die Profis in diesem Bereich das sind also die Markenbotschafte des Unternehmens die das auch im Fokus haben.
00:08:41: Häufig sind es Leute, die sich nur mit so etwas beschäftigen, typischerweise in den sozialen Medien Großreichweiten haben.
00:08:51: in sozialen Medien also da wird ja als Beispiel immer genannt Die Telekom wird das über Jahre und Jahrzehnte sehr aufgebaut aber auch in einer ganz anderen Ecke.
00:09:00: Datef Das ist ein Netzwerkunternehmen für Steuerberater.
00:09:04: Also vielleicht ein bisschen trocken haben Aber auch dieses Corporate Influencing sehr gut entwickelt.
00:09:10: Und letztendlich sind es Leute, die sich positionieren in den sozialen Medien professionell und dementsprechend hier auch für bestimmte Fachthemen teilweise sogar positiv auf das Unternehmen abstrahlen oder die positive Botschaft des Unternehmens professionell, professionell oder semi-professionell verbreiten.
00:09:33: Ja, und dann gibt es ja auch wieder verschiedene Möglichkeiten.
00:09:35: Wer kommt denn für eine solche Nebentätigkeit?
00:09:38: vielleicht sogar auch Haupttätigkeit in Frage.
00:09:41: Und wie sieht es da mit der Freiwilligkeit aus, wenn ich als Arbeitgeber jemanden im Blick habe um Unternehmen und den unbedingt dafür gewinnen möchte?
00:09:49: Ja die Freiwilligkeiten das ist sicherlich der Einstieg und der ist auch zwingend.
00:09:53: niemand sollte und soweit ich das auch weiß, niemand wird so etwas gezwungen.
00:09:58: Das wäre ja auch aus Unternehmenssicht der absolute Schuss in den Ofen.
00:10:04: Interessant dass es tatsächlich was ansprechen, Herr Krabbel inwieweit Profis sind, ich habe es ja gerade schon mal kurz angemerkt oder wie weit das Leute sind im Unternehmen die das in Anführungszeichen neben ihrem Hauptjob machen.
00:10:18: Ich glaube was man so sieht auch vor allen Dingen im Mittelstand ist nach wie vor so dass es noch nicht die Haupttätigkeiten sind zumindest wenn er es über interne Leute gemacht wird.
00:10:29: Man kann da aber auch diese Professionalisierung sehen.
00:10:34: das heißt das sind dann Leute überwiegend ihre Arbeitszeit machen, teilweise sowas auch in ihrem Arbeitsvertrag drinstehen haben.
00:10:43: Typischerweise dann Leute die auch so was schon eine Beziehung haben also die in der Marketing Abteilungen oder Werbeabteilung oder im Personal Recruiting arbeiten.
00:10:55: aber ganz wichtig ist es das immer freiwillig und so etwas sollte man nicht probieren kann auch nicht des arbeitsvertraglichen Direktionsrecht natürlich angewiesen werden wenn jemand ob nicht im Arbeitsvertrag drinstehen hat, aber wie gesagt das verbietet sich ja auch schon als gesunde Menschenverstand.
00:11:10: Stichwort positive Außenwirkung kann nicht erzwungen
00:11:14: werden.".
00:11:14: Ja und Sie haben schon den Arbeitsvertag angesprochen.
00:11:17: Da schließt sich natürlich die Frage an, wie regelt man die Zusammenarbeit mit einem Corporate Influencer?
00:11:22: Welche Gestaltungsmöglichkeiten gibt es da?
00:11:24: vielleicht unterscheiden wir da auch ein bisschen zwischen dem aus meiner Sicht vermutlich einfachen Weg wenn ich einen Mitarbeiter habe der das in Nebentätigkeiten macht oder aber wenn ich jemanden habe, der das hauptberuflich macht?
00:11:35: Ja absolut richtig.
00:11:36: Nämlich mal die zweite Möglichkeit hier auch.
00:11:38: Jemand, der es hauptsächlich macht.
00:11:40: Das können ja dann auch Dritte sein, nicht denn diese ganzen Themen des Corporate Influencing oder des gute Vermarkten des Unternehmens, des Image des Unternehmen.
00:11:50: dafür gibt's natürlich auch professionelle Dienstleister, Agenturen, die sowas machen.
00:11:55: Aber wenn wir uns jetzt doch mal konzentrieren darauf was macht man denn im Unternehmen?
00:11:59: Was macht man aus der eigenen Belegschaft heraus.
00:12:02: Dann gibt es hier sicherlich die Möglichkeiten, zum Beispiel den Arbeitsvertrag entsprechend zu ergänzen.
00:12:10: Hier sprechen wir dann immer über Leute, die man nicht dafür eingestellt hat.
00:12:12: das kann ja auch passieren dass ich schon so professionell bin.
00:12:15: Zum Beispiel bei der Telekom ist es so da werden die Leute dafür eingegestellt.
00:12:18: aber sagen wir im Mittelstand der sagt Ich möchte da niemanden voll Vollzeit mit haben Aber doch zu einem bestimmten Teil und das sollte sich auch am Arbeitsvertragen widerspiegeln.
00:12:27: Kann zb durch eine Ergänzung des Arbeits Vertrages Erfolgen und sollte das auch.
00:12:33: Nämlich dann stellen Sie sofort auch diese Fragen, was ist denn mit der Tätigkeit als solcher?
00:12:37: Wann passiert die denn zum Beispiel während der Arbeitszeit?
00:12:40: Gibt es da eine gesonderte Vergütung dazu?
00:12:42: Was passiert mit den Accounts in den sozialen Medien auf LinkedIn, auf X, auf xing
00:12:50: usw.,
00:12:50: usw.?
00:12:52: Was ist dann wenn der Mitarbeiter das Unternehmen verlässt?
00:12:57: Und wem stehen die Nutzungsrechte zu?
00:13:00: Alles das kann man natürlich wunderbar in so einer Zusatzvereinbarung oder auch im Arbeitsvertrag selber abbilden und damit auch entsprechend vorbauen.
00:13:09: Und eventuell Missverständnisse vermeiden.
00:13:11: Ja, zwei Sachen will ich da gerne rausgreifen.
00:13:15: zunächst aber mal die Frage hat der Betriebsrat einen Mitbestimmungsrecht?
00:13:19: Und die beiden Sachen, die dann vielleicht sich noch anschließen wie steht es um datenschutzrechtliche Aspekte und die Haftung bei Schäden?
00:13:25: also fällt mir insbesondere zunächst mal das Urheberrecht ein.
00:13:29: Richtig,
00:13:29: das sind zwei unterschiedliche Bereiche aber sehr wichtige Bereiche.
00:13:34: der Erste wird eigenartigerweise in der Praxis manchmal gar nicht so hoch gehängt.
00:13:39: Das ist stichwort die Mitbestimmung.
00:13:41: Es gibt eine aktuelle Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Schleswig-Holstein, die sich beschäftigt mit den Recruiting-Premien und der Mitbestimmung des Betriebsrates bei der Ausdruckung von solchen Prämien.
00:13:55: Da kann man ja darauf kommen, dass das so etwas wäre wie betriebliche Lohngestaltung, Paragraph siebenundacht, Satz eins Nummer zehn BTVG oder man kann draufkommen wenn wir uns über die Verhaltensregeln nicht.
00:14:06: Stichwort Social Media Regeln, Social Media Geiterheitsunterhalten ob eventuell unter die Mitbestimmung fällt nach Paragraph eighty abseits eins Nummer eins Ordnung des Betriebs.
00:14:16: Da hat das Gericht zum Beispiel entschieden, es gibt da kein Mitbestimmungsrecht ob eine Premiere ausgelobt wird.
00:14:22: aber wenn sie denn ausgeloppt wird also z.B.
00:14:24: wann wird sie fällig?
00:14:25: Wird sie gestückelt und so weiter.
00:14:27: Da darf dann der Betriebesrat nach Ansicht des Gerichts mitbestimmen ist übrigens die klassische Rechtsprechung in diesem Bereich.
00:14:34: Und Die Haftung ganz anderes Thema.
00:14:36: Aber nicht weniger wichtig Ist ein kritischer Punkt.
00:14:40: Da meine ich, haben viele Unternehmen in den letzten Jahren dazu gelernt.
00:14:44: Das war zu Anfang und das ist ja mittlerweile auch schon wieder länger her aber es waren Zeitlagen wirklich der wilde Westen.
00:14:50: da wurde alles mögliche gemacht.
00:14:52: Es sind auch viele Unternehmen personalverantwortliche Böse aufgewacht manchmal.
00:14:57: Aber da hat man dazugelernt Und er hat jetzt eben auch die Dinge im Kopf wie zum Beispiel des UVG oder das Urhebergesetz wo sich Ja Haftung Regeln auch für Unternehmen befinden, wenn Corporate Influencer zum Beispiel im Auftrag des Unternehmens in Netz tätig sind.
00:15:17: Und das wird dann typischerweise und das ist eben auch die Best Practice in Vereinbarungen Stichwort Vereinbarung Zusatzvereinbarung zum Arbeitsvertrag geregelt.
00:15:26: Ja und wem das Ganze zu kompliziert ist, dem können wir vielleicht nochmal ans Herz legen.
00:15:30: Gibt ja auch noch den relativ simplen Weg und da kommen wir vielleicht doch wieder zum Stichwort Freiwilligkeit.
00:15:34: was halten Sie davon die gesamte Belegschaft zu motivieren also im Sinne des Arbeitgebers PR zu machen?
00:15:40: Und bei der Stärkung der Employer Brand haben wir schon angesprochen mitzuwirken.
00:15:43: welche Fallstrecke lauern hierbei insbesondere wenn beispielsweise Material zur Verfügung gestellt wird und Anlaufstellen zur Unterstützung existieren, also das Ganze dann doch schon auf eine professionelle Ebene gehoben wird.
00:15:53: Ja die Idee ist meiner Meinung nach sehr gut und das macht ja auch jeder Unternehmer jede Führungskraft macht es denke ich auch instinktiv dass man seinen Leuten sagt mal wenn du irgendwo draußen bist zumindest spricht er nicht schlecht über uns.
00:16:09: Also von wegen wenn's was zu kritisieren gibt dann sagt das intern aber geht damit bitte nicht bei der Grillparty hausieren.
00:16:16: Was wir ja jetzt hier meinen, geht ein bisschen weiter als das.
00:16:21: Und ich denke wo da die Schwierigkeiten vor allen Dingen lauern ist dass man ja letztendlich hier doch mit einer unternehmensgesteuerten PR oder Öffentlichkeitsarbeit zu tun hat und die Frage dann immer ist was passiert wenn das die Mitarbeiter auf ihren privaten Accounts in Social Media posten möglicherweise ohne das als Werbung zu kennzeichnen?
00:16:45: Da geht man dann wieder in die Richtung des UWG, also unlauterer Weltbewerb.
00:16:50: Da kann es auch zu Haftungsrisiken kommen.
00:16:52: Arbeitszeitgesetz spielt ja immer eine Rolle nicht?
00:16:55: Also die Frage ist ob das auf einmal Arbeit wird wenn da solche Marketingmaßnahmen rund um die Uhr ist ja im Social Media gar kein Problem ablaufen.
00:17:03: Also das ist sicherlich ein Thema, wo man vorsichtig sein sollte.
00:17:07: Mein Rat hier ja eine positives Image.
00:17:10: Das sollte jeder natürlich nach Möglichkeit nach außen vertreten wenn es wirklich so ist.
00:17:14: Man soll auch nicht die Unwahrheit sagen, dann kann man schweigen und in den Sternen das mitteilen.
00:17:20: Und man sollte eben auch den Leuten ins Gewissen reden und sollte sagen, wenn man zum Beispiel Social Media Geizleins hat – das ist der Weg zu tun!
00:17:29: Das sind die Leitplankern, die man sich da orientieren kann und vielleicht ist da auch etwas weniger mehr.
00:17:35: Ich hoffe, dass man nicht den Schluss ziehen kann, weil man nichts von einem Unternehmen, vom Mitarbeitern hört, dass es dort nicht gut läuft.
00:17:41: Ganz herzlichen Dank für diese Folge lieber Dr.
00:17:43: Lellerich, wir hören uns beim nächsten Bis zum nächsten
00:17:46: Mal,
00:17:49: tschüss bis dahin.
00:17:58: Dankeschön auf Wiederhören!